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„LIFE AT HOME”-REPORT Nr. 2: DEN MOMENT GENIESSEN

Willkommen zum IKEA „Life at Home Report” Nr. 2. Wir haben mehr als 8.500 Menschen in New York, London, Paris, Berlin, Stockholm, Moskau, Mumbai und Shanghai über ihre ganz alltäglichen Koch- und Essensgewohnheiten und ihre Wünsche und Ansichten dazu befragt, um herauszufinden, wie Kochen und Essen ihr Wohlbefinden beeinflussen.

Eine wichtige Zutat für jedes gute Essen heißt: Gemeinsamkeit. Aber wie können wir das wichtige und angenehme Gefühl sozialen Miteinanders pflegen, wenn wir kaum noch am Esstisch sitzen?
Eine gut organisierte Küche sieht nicht nur gut aus, sondern hilft uns vor allem dabei, besser zu essen. Schon kleine Veränderungen können dazu beitragen, unsere Vorräte in den Schränken im Blick zu behalten – und auch zu verzehren.
Wer zuhause Kräuter zieht oder Gemüse anbaut, tut dies sicher nicht, um Geld zu sparen. Aber bringt Home Gardening wirklich Glück ins Haus?
In der Küche geht es um mehr als Geschmack und Ernährung. Kann Kochen auch dazu beitragen, unser tägliches Leben etwas zu verbessern?
Warum wir unseren Eltern dafür dankbar sein sollten, dass sie uns dazu erzogen haben, die verschiedenen Speisen auf dem Tisch zumindest zu probieren, und wie solche Kindheitserinnerungen unser Essverhalten als Erwachsene prägen.
Kinder, die in der Küche helfen dürfen, lernen viel über ihr Essen und das Kochen. Aber auch die Fähigkeit zur Zusammenarbeit, die Kreativität und das Selbstvertrauen der Kinder lassen sich damit fördern. Und wie macht man das am besten?
Gemeinsam Kochen ist eine perfekte Möglichkeit, einander näher zu kommen und unsere Teamworking-Fähigkeiten zu verbessern.  Und was können wir beim Kochen mit anderen über uns selbst lernen?
Ein gemeinsames Essen ist sicherlich eine der besten Möglichkeiten, sich näher zu kommen. Welche neuen Möglichkeiten bieten die sozialen Netzwerke, sich beim Thema Essen zu begegnen?

Der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit

Gemeinsames Essen und Trinken ist eine unserer wichtigsten Traditionen. In unserem letzten „Life at Home Report” stellten wir fest, dass bei allem Fokus auf das gemeinsame Mittag- oder Abendessen das Frühstück oftmals übersehen wird, wenn es darum geht, Zeit miteinander verbringen zu können. Dieses Jahr konzentrierten wir uns darauf, wie es möglich ist, auch jenseits des Esstischs Gemeinsamkeit zu pflegen. Forschungsergebnisse der Cornell University haben nämlich belegt, dass es grundsätzlich die gemeinsame Zeit mit Freunden und der Familie ist, auf die es ankommt, und nicht darauf, wo und wie wir unsere Mahlzeiten miteinander einnehmen. Ob in Shanghai oder Moskau, in Stockholm oder New York: In immer mehr Haushalten findet man es schwierig, Zeit für eine gemeinsame Mahlzeit zu finden. Unsere Umfrage* zeigt, dass über 30% aller Alleinlebenden die Woche über gerne öfter mit anderen zusammen essen würden. Dieser Wunsch wird am häufigsten in Berlin geäußert, wo mehr als 40% aller Singles gerne auch Zuhause öfter mit anderen zusammen essen würden.

34%

… würden gerne öfter zusammen mit anderen essen

In Familien gibt es dieselben Probleme. Nahezu ein Viertel aller Paare mit Kindern gibt an, nicht so oft miteinander zu essen, wie es eigentlich erwünscht ist. 10% aller Eltern werden deshalb sogar von Schuldgefühlen geplagt. Der vergebliche Versuch, bewährte Traditionen wie das gemeinsame Essen aufrechtzuerhalten, erzeugt zusätzlichen Druck. Das trifft in besonderem Maße auf Alleinerziehende zu, die noch häufiger dazu tendieren, sich schuldig zu fühlen, weil sie ihrer Meinung nach nicht oft genug gemeinsam mit ihren Kindern bei Tisch sitzen. Dabei sind es nicht nur die fehlende Zeit und etwaige Entfernungen, die uns davon abhalten, zum Essen zusammenzukommen. Unsere Erwartungen in Bezug darauf, wie das gemeinsame Essen zu Hause aussehen sollte, sind ein weiteres Hindernis. Ein Viertel aller Alleinlebenden in Paris nennt als Hauptgrund dafür, dass sie andere Menschen nicht gerne zu sich nach Hause einladen, dass sie ihre Wohnung zu klein finden.

DER WUNSCH NACH MEHR GEMEINSAMER ZEIT

Möchte öfter zusammen mit anderen essen

Single-Haushalte
Mehr-Personen-Haushalte
  • 36%

    20%

    Stockholm

  • 29%

    22%

    New York

  • 33%

    28%

    London

  • 28%

    16%

    Mumbai


  • 36%

    21%

    Paris

  • 42%

    29%

    Berlin

  • 15%

    23%

    Moskau

  • 11%

    16%

    Shanghai

Frage: Wenn Sie daran denken, wie oft Sie mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben, unter der Woche gemeinsame Mahlzeiten einnehmen: Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, wie zufrieden Sie damit sind?

Neue Traditionen

In unserer Umfrage* wurde festgestellt, dass die Küche heute ein Platz ist, an dem längst nicht mehr nur gegessen wird, sondern jeder die unterschiedlichsten Dinge tut. Gleichzeitig verlagert sich das Essen oft an andere Plätze in der Wohnung– auf die Couch, ins Bett, auf den Boden oder an den Schreibtisch. Auch wenn das eher für jüngere Leute gilt, zeigt sich hier doch deutlich ein weltweiter Trend. Ein Großteil der Menschen nimmt seine Mahlzeiten unter der Woche nicht mehr in der Küche oder im Esszimmer ein. In manchen Städten treten diese neuen Gewohnheiten besonders deutlich zu Tage – 54% aller Berliner essen an den Wochentagen überhaupt nicht mehr in ihrer Küche. Mit der Veränderung des Wo, Wie und Wann wir essen brechen wir mit Traditionen und entwickeln neue Gewohnheiten. Das Gute daran ist, dass wir die Vorteile eines gemeinsamen Essens einfach überall genießen können – bei einem Abendessen auf dem Sofa ebenso wie bei einem Candlelight-Dinner im Wintergarten oder sogar bei einer Mahlzeit alleine im Zimmer, aber gemeinsam mit Freunden in den Sozialen Netzwerken. BBC-Vorstand Andy Bates schlägt deshalb vor, unsere ganz eigenen Traditionen rund um das Thema Familie und Essen zu schaffen: „Familie verstehe ich im weitesten Sinne – Wohngemeinschaften, Paare, Freunde, wie auch immer Menschen zusammenleben.“ Das Rezept dafür, Gemeinsamkeit mit anderen zu pflegen, ist also vielleicht gar nicht so

NEU = NORMAL?

36% essen unter der Woche nie in der Küche oder im Esszimmer

Wichtigste Begründungen dafür, unter der Woche zu Hause nicht gemeinsam zu essen

Familien-Haushalte

  • Unterschiedliche Anwesenheitszeiten

    54%

  • Zeitmangel

    25%

  • Schwierigkeiten, alle dazu zu bekommen, am selben Ort zu essen

    16%

  • Wir essen unterschiedliche Sachen

    16%

  • Wir gehen lieber aus zum Essen

    8%

  • Nicht genügend Platz zu Hause

    7%

Wichtigste Begründungen dafür, unter der Woche zu Hause nicht gemeinsam zu essen

Single-Haushalte

  • Unterschiedliche Zeitpläne

    33%

  • Ich lebe zu weit weg

    30%

  • Zeitmangel

    29%

  • Nicht genügend Platz zu Hause

    15%

  • Ich mag es nicht, mich zu unterhalten

    15%

  • Es ist zu chaotisch

    12%

  • Ich koche nicht gerne

    11%

  • Ich habe nicht genug Sachen zu Hause

    3%

Frage: Wenn Sie daran denken, wie oft Sie mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben, unter der Woche gemeinsame Mahlzeiten einnehmen: Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, wie zufrieden Sie damit sind?

Essen unter der Woche nur in der Küche oder im Esszimmer

  • Moskau

    60%

  • Stockholm

    37%

  • New York

    27%

  • Paris

    24%

  • Berlin

    23%

  • London

    22%

  • Shanghai

    19%

  • Mumbai

    11%

Essen unter der Woche nie in der Küche oder im Esszimmer

  • Berlin

    54%

  • London

    47%

  • Mumbai

    36%

  • Paris

    35%

  • Shanghai

    35%

  • New York

    32%

  • Stockholm

    31%

  • Moskau

    18%

„WIE WÜRDEN SIE SICH FÜHLEN, WENN EIN FREUND IHRE KÜCHE SIEHT?“

Gut
Unwohl oder beschämt
  • 46%

    14%

    Stockholm

  • 43%

    15%

    New York

  • 35%

    17%

    London

  • 50%

    10%

    Mumbai


  • 35%

    19%

    Paris

  • 35%

    16%

    Berlin

  • 36%

    13%

    Moskau

  • 62%

    9%

    Shanghai

Frage: Wie würden Sie sich fühlen, wenn ein Freund Ihre Küche sieht?

Wie wir unsere Küche einrichten, kann mit darüber entscheiden, was wir essen

Unsere Umfrage* zeigt, dass es den Befragten in allen Ländern wichtiger ist, wie ihre Küche aussieht, als was sich in den Schränken und Kühlschränken verbirgt. Das überrascht nicht weiter, wenn man bedenkt, dass die Küche einen zunehmend offenen Mittelpunkt unserer Wohnwelten darstellt. In Mumbai und Shanghai geht man am entspanntesten damit um, wie die Küche auf andere wirkt. Anders sieht es in Paris aus, wo 20% der Befragten angaben, sich unwohl zu fühlen oder sogar zu schämen, wenn sie Freunde in ihrer Küche haben. Grundsätzlich gilt, dass wir uns mit anderen in unserer Küche am wohlsten fühlen, wenn sie sauber und ordentlich ist. Die gute Nachricht ist, dass eine aufgeräumte Küche noch weitere Vorteile bietet. Denn wie wir unsere Küche einrichten, kann tatsächlich auch unsere Essgewohnheiten beeinflussen. Laut dem Ernährungsforscher und Autor von „Essen ohne Sinn und Verstand: Wie die Lebensmittelindustrie uns manipuliert”, Professor Brian Wansink, besagt das Convenience-Prinzip, dass die Entscheidung, was und wie viel wir essen, davon abhängt, wie einfach wir es uns beschaffen können. Mit anderen Worten: Was wir direkt vor Augen haben, werden wir eher essen.

Verschollen im Küchenschrank

Mehr darauf zu achten, wie wir unsere Küche und unser Essen organisieren, beeinflusst nicht nur das, was wir unserem Körper zuführen, sondern auch das, was im Abfalleiner landet. Wir kennen alle die Erfahrung, vom Einkaufen nach Hause zu kommen und festzustellen, dass wir manche der gekauften Sachen bereits im Schrank haben. Bei 20% der befragten Haushalte* passiert dies tatsächlich regelmäßig. Diese doppelt gekauften Speisen und Getränke wandern dann oft ganz nach hinten in den Schrank und bleiben dort, bis das MHD überschritten ist und sie weggeworfen werden müssen. Die Ergebnisse unserer Umfrage* zeigen, dass rund 25% der Großstädter ein schlechtes Gewissen haben, weil sie so viele Lebensmittel wegwerfen. In Städten wie Shanghai liegt der Anteil mit 40% sogar noch wesentlich höher. In anderen Städten wie Paris und Berlin sind es allerdings nur weniger als 20%, die sich über die Menge an Essen, die sie Woche für Woche wegwerfen, ärgern.

Am wichtigsten ist das Aussehen der Küche

TOP-GRÜNDE:

„Ich würde mich wohlfühlen.“

  • Sie ist sauber und hygienisch

    62%

  • Sie ist gut organisiert und sauber

    57%

  • Ich habe leckere Vorräte in der Küche

    45%

  • Ich habe viele Vorräte in der Küche

    45%

  • Mir gefällt es, wie meine Küche aussieht

    44%

  • Ich habe eine gut ausgestattete Küche

    40%

  • Meine Küche ist individuell eingerichtet

    30%

TOP-GRÜNDE:

„Ich würde mich unwohl fühlen oder mich schämen.“

  • Sie ist unordentlich und nicht sauber

    33%

  • Sie ist klein und beengt

    27%

  • Sie ist schmutzig und muss mal geputzt werden

    23%

  • Ich habe wenig Vorräte in der Küche (z. B. im Kühlschrank und in Vorratsschränken)

    21%

  • Sie ist häßlich (z. B. schlechtes Design)

    20%

  • Sie würden ein falsches Bild von mir bekommen

    13%

  • Ich habe viele Lebensmittel, die nicht mehr gut sind (z. B. welk, alt oder abgelaufen)

    9%

  • Ich habe viele ungesunde Lebensmittel

    8%

Frage: Wie würden Sie sich fühlen, wenn ein Freund Ihre Küche sieht?

Aufräumen mit unseren Ernährungsgewohnheiten

Bei seinen Forschungen fand Professor Wansink heraus, dass jeder Mensch im Laufe eines Tages mehr als 200 Entscheidungen bezüglich seines Essens trifft – die meisten davon unbewusst. Wenn wir also dafür sorgen, dass gesündere Speisen und Getränke besser zu sehen sind als ungesündere, kann uns dies dabei helfen, unser eigenes Ernährungsverhalten zu verbessern. Also könnte ein Umorganisieren unserer Küche uns helfen, mehr von dem zu essen, was gut für uns ist, statt von dem, was am einfachsten ist? Ganz zu schweigen davon, dass wir dann nicht mehr kaufen als wir benötigen und demzufolge auch weniger wegwerfen. Wansink nennt dies die „See-Food”-Diät: gesundes Essen im Kühlschrank auf Augenhöhe ganz nach vorne und statt Süßigkeiten lieber gesunde Snacks griffbereit in einer Schale auf dem Küchentresen. Das entspricht auch dem, was der japanische Ordnungsexperte Marie Kondo festgestellt hat: Entscheidend ist es, zu wissen, wo deine Sachen sind, damit du sie so oft (oder so wenig) nutzen kannst, wie du es beabsichtigst. Also kann ein bisschen Umräumen in unserer Küche uns auch dabei helfen, etwas mit unseren althergebrachten Ernährungsgewohnheiten aufzuräumen.

1 von 5 Personen

Kaufe oft Sachen, die ich dann doch schon zu Hause habe.

REUE ÜBER LEBENSMITTELABFÄLLE

  • 19%

    Stockholm

  • 27%

    New York

  • 24%

    London

  • 30%

    Mumbai


  • 18%

    Paris

  • 18%

    Berlin

  • 20%

    Moskau

  • 40%

    Shanghai

Erklärung: Anteil der Befragten mit schlechtem Gewissen wegen der Menge an Lebensmitteln, die sie jede Woche wegwerfen

Die Natur im Haus

Viele von uns beschäftigen sich zuhause gerne mit Pflanzen, als Hobby oder angenehmen Zeitvertreib. Insbesondere Stadtmenschen haben unserer Studie* zufolge viele gute Gründe für den Selbstanbau: Es macht Spaß, ist hübsch anzusehen, und beim Kochen hat man immer frische Kräuter zur Hand, so lauten die meistgenannten Gründe. Andere sehen das Züchten von Pflanzen als eine Möglichkeit, sich zuhause mit lebendigen Wesen zu umgeben. 60% der Befragten in den Städten, in denen wir unsere Umfrage* durchführten, bringen auf diese Art etwas Natur in ihre Wohnungen oder Stadtviertel. Das Gärtnern im weitesten Sinne ist in Shanghai mit rund 75% am weitesten verbreitet. Dekorative Pflanzen und Blumen stehen hier und in Mumbai auf der Beliebtheitsskala ganz oben, während in New York ebenso gerne Gemüse und Kräuter wie Blütenpflanzen angebaut werden.

6 von 10 Personen

pflanzen etwas an

  • 40%

    Blumen und andere Grünpflanzen

  • 28%

    Kräuter

  • 23%

    Gemüse

  • 15%

    Obst

  • 40%

    Ich pflanze nichts an

Frage: Haben Sie irgendwelche der folgenden Pflanzen zu Hause?

Gärtnern ja bitte – aber wo?

Die Natur findet immer einen Weg, sagt man. Aber unsere Studie* zeigt, dass der Hege und Pflege von Pflanzen in unseren Städten zahlreiche Hindernisse im Weg stehen. Selbst diejenigen, die zuhause nichts anbauen oder züchten, sagen fast zur Hälfte, dass sie es gerne tun würden. Neben dem Zeitmangel als einer bestimmenden Konstante im städtischen Alltag und der Tatsache, dass manche Menschen einfach keinen „grünen Daumen“ haben, sehen die meisten die größte Schwierigkeit darin, einen geeigneten Platz für die Pflanzen zu finden. Nicht jeder hat einen Balkon als beliebtesten und sicherlich besten Platz für das Home Gardening. Auch leben nicht alle Menschen in einer Klimazone, in der man seine Pflanzen im Freien, z. B. außen auf der Fensterbank, ziehen kann. Aber die Umfrage hat gezeigt, dass es gar keiner eigenen Beete oder gar eines Gartens bedarf, um etwas grünes Glück ins Haus zu bringen – schon ein paar einfache Kräutertöpfe mit Schnittlauch oder Petersilie tragen zu unserem Wohlbefinden bei.

Haupt-Gründe gegen Pflanzen zu Hause

  • 42%

    Ich habe keinen Platz, um Pflanzen zu züchten

  • 28%

    Ich schaffe es nicht, mich richtig um sie zu kümmern

  • 28%

    Ich habe keine Zeit dafür

  • 24%

    Es interessiert mich nicht

  • 17%

    Ich habe nicht die richtige Ausrüstung dafür


  • 14%

    Ich wüsste nicht, wo ich beginnen sollte

  • 5%

    Pflanzen machen Schmutz

  • 5%

    Es ist zu teuer

  • 5%

    Keiner der oben genannten Gründe

  • 3%

    Weiß nicht

Frage: Warum ziehen Sie zu Hause keine Kräuter, Gemüse-, Obst- oder Zierpflanzen?

Home Gardening hat viele positive Seiten

Auch wenn es durchaus eine Herausforderung sein kann, zuhause etwas anzupflanzen, weist dieses „grüne” Hobby doch viele positive Aspekte auf, vom Etwas-Haben, um das man sich kümmern kann bis zum Verzehr selbstgezüchteten Gemüses. Aber ganz egal, ob es um das kleine Glück geht, selbstgezogene Tomaten zu ernten oder die stille Freude am Wachsen und Gedeihen einer Zierpflanze, im Vergleich mit Nicht-Gärtnern geben die Heim-Gärtner in den Städten von Berlin bis Mumbai an, generell zufriedener zu sein – auch wenn beide Gruppen laut unserer Umfrage* ihr Leben als in etwa gleichermaßen stressig empfinden.

Wo wir in der Stadt etwas anpflanzen können

  • Auf meinem Balkon

    39%

  • In meinem Haus oder in meiner Wohnung

    33%

  • In meinem Garten

    31%

  • In einem Blumenkasten außen auf der Fensterbank

    19%

  • In meinem Ferienhaus/Schrebergarten

    11%

  • Auf einem eigenen Grundstück

    11%

  • In einem Gewächshaus

    10%

  • In einem Gemeinschaftsgarten

    7%

  • Ich praktiziere „Guerilla Gardening“ (z. B. in öffentlichen Grünanlagen)

    3%

  • An anderen Orten

    2%

Frage: Wo ziehen Sie Ihre Pflanzen?

Top-Gründe für das Home-Gardening

  • 46%

    „Es macht Spaß.“

  • 37%

    „Meine Wohnung verschönern“

  • 32%

    „Um beim Kochen frische Kräuter oder frisches Gemüse zur Hand zu haben“

  • 30%

    „Um etwas Lebendiges zu Hause zu haben“

  • 29%

    „Es schmeckt besser.“

Berliner trauen sich beim Kochen am meisten zu

Skala 0-10. 10: Sehr viel Selbstvertrauen, 0: Überhaupt kein Selbstvertrauen. Gezeigt wird der Anteil der Antworten von 7-10.

  • 73%

    Stockholm

  • 81%

    New York

  • 76%

    London

  • 80%

    Mumbai


  • 75%

    Paris

  • 84%

    Berlin

  • 82%

    Moskau

  • 79%

    Shanghai

Frage: Wie groß ist Ihr Selbstvertrauen in Ihre Kochkunst am heimischen Herd?

Futter fürs Gehirn

Auch wenn 60% der in unseren Großstädten Befragten angeben, sehr gerne zu kochen, macht das tägliche Zubereiten von Mahlzeiten nicht jedem Spaß. Wer nicht gerne kocht, verbindet die tägliche Essenszubereitung mit Gefühlen wie Widerwillen, Langeweile und mangelnder Inspiration. Wer gerne am Herd steht, sieht das tägliche Kochen hingegen als Quelle der Inspiration, hat Spaß daran und kann sich dabei sogar entspannen. Eine wirklich gute Nachricht aber ist: Interne Studien** zeigen, dass das Kochen, auch wenn es als lästige Pflicht empfunden wird, durchaus zu unserem Wohlbefinden beitragen kann.

Ein ewiges Problem: Zeitmangel

Dafür, dass das tägliche Kochen eine Last sein kann, gibt es viele Gründe. Kaum Geschmack daran finden die Befragten aber vor allem aus einem Grund: Zeitmangel. Laut unserer Studie* haben die Moskauer das größte Problem damit. Gut die Hälfte findet wochentags keine Zeit zum Kochen. Am zweithäufigsten genannt, vor allem in Paris und Stockholm, wird mangelnde Inspiration: „Keine Lust” heißt es in Stockholm fast ebenso oft wie „Keine Zeit“.

DIE TOP-GEFÜHLE BEIM KOCHEN IM ALLTAG

Personen mit viel Selbstvertrauen in der Küche

  • 42%

    Spaß

  • 39%

    Routine

  • 33%

    Entspannung

  • 32%

    Vergnügen

  • 24%

    Inspiration

DIE TOP-GEFÜHLE BEIM KOCHEN IM ALLTAG

Personen mit wenig Selbstvertrauen in der Küche

  • Mangel an Inspiration

    34%

  • Langeweile

    33%

  • Routine

    32%

  • Widerwillen

    28%

  • Stress

    21%

Frage: Welche Begriffe beschreiben am besten, wie Sie sich normalerweise fühlen, wenn Sie an einem Werktag kochen?

Sich selbst das Kochen schmackhaft machen

Wer an Werktagen kocht, empfindet seinen Alltag als ebenso stressig wie jemand, der dies seltener tut. Aber es gibt auch etwas Positives: Wer mehr kocht, ist in der Lage, seinen Alltag besser genießen zu können. Laut eines kürzlich im Wall Street Journal erschienenen Artikels haben jetzt Therapeuten damit begonnen, Kochen sogar als Therapie einzusetzen, weil die Konzentration auf ein Rezept den Geist ablenkt und so Stress abbaut, außerdem Selbstvertrauen schafft und negatives Denken fernhält. Die Küche gilt heute immer mehr als Ort der Selbstverwirklichung. Das hört sich erst einmal sehr bedeutungsvoll an, lässt sich aber leicht auflösen, wenn wir das Thema Kochen nicht als lästige Pflicht, sondern auf eine mehr spielerische Art angehen. Das Zubereiten einer Mahlzeit dient ja nicht nur dem Zweck des Essens, sondern auch hier gilt: „Der Weg ist das Ziel.“ All die kleinen Missgeschicke und vor allem die Erfolgserlebnisse, die wir dabei haben, helfen uns, die Arbeit am Herd auch als positive (Lern-)Erfahrung oder sogar als Vergnügen wahrzunehmen – und somit Stress abzubauen und uns unserer selbst mehr bewusst werden zu können.

ZEITMANGEL IST DAS GRÖSSTE HINDERNIS FÜR DAS KOCHEN IM ALLTAG

  • Zeitmangel

    42%

  • Mangelnde Inspiration

    19%

  • Mangelnde Fähigkeiten

    17%

  • Kein Interesse

    15%

  • Mein Partner oder jemand anders im Haushalt kocht normalerweise

    12%

  • Essen holen oder bestellen ist bequemer

    11%

  • Zu wenig Platz in meiner Küche

    11%

Frage: Was würden Sie als wichtigste Gründe dafür nennen, dass Sie unter der Woche zu Hause nicht kochen?

WIE OFT KOCHEN WIR ZU HAUSE UNTER DER WOCHE?

Praktisch jeden Tag
Einmal in der Woche oder seltener
  • 54%

    14%

    Stockholm

  • 46%

    12%

    New York

  • 49%

    14%

    London

  • 47%

    24%

    Mumbai


  • 49%

    19%

    Paris

  • 38%

    20%

    Berlin

  • 43%

    15%

    Moskau

  • 49%

    17%

    Shanghai

Question: How often do you cook at home on weekdays?

„Koche sehr gerne“

Skala von 0-10. 10: Macht mir sehr viel Spaß, 0: Macht mir überhaupt keinen Spaß. Gezeigt wird der Anteil der Antworten von 7-10.

  • 54%

    Stockholm

  • 63%

    New York

  • 58%

    London

  • 63%

    Mumbai

  • 60%

    Paris

  • 55%

    Berlin

  • 53%

    Moskau

  • 63%

    Shanghai

Frage: Was würden Sie sagen, wie gerne Sie kochen?

Was möchtest du essen, wenn du groß wirst?

Die meisten von uns haben sicherlich gute Erinnerungen an ihre Kindheit und das gemeinsame Essen im Kreis der Familie. Inwiefern beeinflussen uns diese Erinnerungen, wenn wir erwachsen werden und die elterliche Küche hinter uns lassen? Nach Meinung des Biowissenschaftlers Professor Tim Jacob von der Cardiff University behalten wir unsere Essensvorlieben unser ganzes Leben lang bei. Gestützt wird dies auch von unseren eigenen Studien*, die zudem belegen, dass wir tatsächlich mehr von unseren früheren Essensgewohnheiten und Erfahrungen beeinflusst werden, als wir uns bewusst sind. So finden zum Beispiel Menschen, die sich daran erinnern, als Kind besonders wählerisch gewesen zu sein, ihr Alltagsessen heute langweiliger, als andere. Ein Drittel von ihnen gesteht sogar ein, Speisen einfach abzulehnen, weil sie sie vorher noch nie selbst probiert haben. Und dennoch sagen sogar 60% genau dieser Menschen, sie würden gerne mehr neue Arten von Speisen einmal probieren.

1 von 4 Personen

… sagt, sie wäre als Kind beim Essen sehr wählerisch gewesen

Abwechslung statt Ablehnung

Abwechslung ist die Würze des Lebens, sagt man. Und Abwechslung kann auch durchaus gesund sein. Jedenfalls wenn man der Harvard T.H. Chan School of Public Health Glauben schenkt, die uns empfiehlt, öfter mal „neue Rezepte auszuprobieren” und „die Palette der Produktangebote zu entdecken und sich daraus etwas Neues auszusuchen“. Und ganze 70% der in unserer Umfrage* Befragten genießen es tatsächlich sehr, neue Arten von Speisen zu probieren. Aber der Alltagstrott verhindert doch oft, dass wir uns mehr Abwechslung beim Essen gönnen. Das trifft insbesondere für das Frühstück zu, denn mehr als die Hälfte unserer befragten Großstadtbewohner beginnt ihren Tag mit dem immer gleichen Frühstücksritual. Und sogar die Abendessen scheinen in aller Welt noch jede Menge Raum für Abwechslung zu bieten, wenn man sieht, dass 40% der Städter mehrmals pro Woche Abend für Abend das Gleiche essen. In Moskau und Mumbai geben über 50% an, mehr als einmal in der Woche ein gleiches oder ähnliches Abendessen zu sich zu nehmen. Und 20% der Menschen in Stockholm, New York und Moskau gestehen ein, dass sie ihre Ehrnährungsgewohnheiten unter der Woche selbst eher langweilig finden.

ABWECHSLUNG AN WOCHENTAGEN?

Frühstück

„Ich esse jeden Tag mehr oder weniger dasselbe.“

  • 64%

    Stockholm

  • 50%

    New York

  • 56%

    London

  • 53%

    Mumbai


  • 64%

    Paris

  • 44%

    Berlin

  • 47%

    Moskau

  • 36%

    Shanghai

Abendessen

„Ich esse jeden Tag mehr oder weniger dasselbe.“

  • 28%

    Stockholm

  • 49%

    New York

  • 40%

    London

  • 54%

    Mumbai


  • 40%

    Paris

  • 44%

    Berlin

  • 51%

    Moskau

  • 33%

    Shanghai

Frage: Denken Sie einmal an die Mahlzeiten, die Sie normalerweise Montags bis Freitags einnehmen – welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten Ihr …

Öfter mal was Neues!

Lehnen wir neue Speisenangebote und Genuss- oder Geschmacks-Erfahrungen eher aus Gewohnheit ab, oder weil wir sie wirklich nicht möchten? Unsere Studien haben gezeigt, dass Menschen, denen es gelingt, etwas mehr Abwechslung auf den Tisch zu bringen, ihren Alltag besser genießen. Vielleicht sollten wir uns klar machen, dass uns unsere eigenen Kindheitserfahrungen auch im Weg stehen können, wenn sie dafür verantwortlich sind, dass wir nicht öfter mal über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus schauen und etwas Neues ausprobieren. Unser Tipp also: Einfach mal den inneren Schweinehund überwinden, die Neugier auf Abwechslung zulassen und so etwas mehr Spannung und Genuss ins Leben bringen!

„Ich würde gerne öfter mal neue Speisen probieren.“

Frage: Welcher der folgenden Aussagen stimmen Sie zu?

„Was ich unter der Woche zu Hause esse, finde ich langweilig.“

  • 20%

    Stockholm

  • 21%

    New York

  • 16%

    London

  • 18%

    Mumbai

  • 12%

    Paris

  • 15%

    Berlin

  • 21%

    Moskau

  • 5%

    Shanghai

Frage: Welchen der folgenden Aussagen würden sie zustimmen?

„Ich genieße es sehr, neue Speisen auszuprobieren.“

Skala von 0-10. 10: Ich genieße es sehr, 0: Ich genieße es überhaupt nicht. Gezeigt wird der Anteil der Antworten von 7-10.

  • 72%

    Stockholm

  • 68%

    New York

  • 65%

    London

  • 72%

    Mumbai

  • 64%

    Paris

  • 60%

    Berlin

  • 65%

    Moskau

  • 78%

    Shanghai

Frage: Wie sehr genießen Sie es, neue Arten von Speisen auszuprobieren?

22%

„Es gibt Speisen, von denen ich sagen würde, dass ich sie nicht mag, selbst wenn ich sie noch nie probiert habe ...“

9 von 10

Eltern beziehen ihre Kinder in irgendeiner Art in die Essenszubereitung mit ein

Mehr Kinder an die Kochtöpfe!

Eigentlich ganz logisch: Kinder einzubeziehen, wenn es um die Zubereitung der Mahlzeiten geht, ist eine der besten Möglichkeiten, ihnen gesundes Essen nahezubringen. Vorausgesetzt natürlich, wir kochen auch gesund. Das bestätigt auch die Kindermedizinerin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Maya Adam, Professorin an der kalifornischen Stanford University: „Wenn wir unsere Kinder richtig in die Zubereitung unseres Essens einbeziehen, lernen sie, gesunde Speisen und Lebensmittel zu schätzen und werden ihr Leben lang Wert darauf legen.“ Diese Auffassung teilen laut unserer Umfragen in acht internationalen Großstädten* 90% aller Eltern, die ihre Kinder in irgendeiner Art an der Essenszubereitung teilhaben lassen. Die absolute Mehrheit – mit rund 80% am meisten in Shanghai und Berlin – erachtet dies als sehr wichtig für die Entwicklung ihrer Kinder.

Sorge um die lieben Kleinen

Kinder als kleine Küchenhelfer werfen verschiedene Erziehungsfragen auf. Einerseits können sie hier auch den Sinn bestimmter Arbeitsabläufe oder eines aufgeräumten Arbeitsplatzes lernen. Andererseits läuten bei manchen Eltern aber auch die Alarmglocken, z. B. weil sie wegen der vielen gutgemeinten Ratschläge von Ernährungswissenschaftlern oder Fernsehköchen verunsichert sind, oder bestimmte Befürchtungen haben. Unserer Studie* zufolge gibt es für Eltern nämlich auch Gründe, die lieben Kleinen nicht helfen zu lassen, von „Sie könnten sich verletzen“ über „Sie haben doch genug eigene Aufgaben“ bis zu der Sorge, dass sie „in der Küche doch nur Chaos anrichten“. Die Eltern in Mumbai und Shanghai sind es, die am meisten dafür sind, dass ihre Kinder in der Küche helfen, gleichzeitig fürchten sie aber auch am meisten, dass sie sich dabei verletzen oder noch zu klein sind, um mithelfen zu können.

66%

DER ELTERN HALTEN ES FÜR WICHTIG, IHRE KINDER IN AKTIVITÄTEN RUND UM DAS ESSEN ZU HAUSE MIT EINZUBEZIEHEN

  • 52%

    Stockholm

  • 60%

    New York

  • 66%

    London

  • 74%

    Mumbai

  • 52%

    Paris

  • 76%

    Berlin

  • 60%

    Moskau

  • 81%

    Shanghai

Frage: Wie wichtig ist es, dass Ihre Kinder auf irgendeine Art helfen, wenn es um das Essen zu Hause geht? Gezeigt wird der Anteil der Antworten „Wichtig“ und „Sehr wichtig“.

Dabeisein ist alles

Gut zu wissen ist auf jeden Fall, dass Kinder bei allem, was sie tun, immer etwas lernen – selbst bei den kleinsten Verrichtungen. Rund um die Essenszubereitung sind schließlich die verschiedensten Fähigkeiten gefragt. Die Planung der Einkäufe erfordert vorausschauendes Denken, beim Wiegen der Zutaten geht es um Zahlen und Einheiten, beim Tischdecken mit der farblichen Auswahl der Servietten um Sinn für Dekoration. Ganz zu schweigen vom Teamwork in der Küche, das aus einer ganz alltäglichen Mahlzeit ein echtes Erfolgserlebnis machen kann. Der bekannte Familientherapeut Jesper Juul weist auch darauf hin, dass, wenn Kinder zu Hause echte Verantwortung übernehmen und mit uns als Erwachsenen gut zusammenarbeiten, sie selbst das Erwachsensein trainieren. Dabei wird es uns immer wieder überraschen, mit welcher Ernsthaftigkeit sie bestimmte Tätigkeiten übernehmen und daran gleichzeitig große Freude empfinden – von der Auswahl des Gemüses beim Einkaufen bis zum Blitzeblank-Schrubben von Herd und Töpfen. Berliner Eltern beziehen ihre Kinder deutlich mehr mit in das tägliche Kochen ein als Eltern aus den anderen Städten in unserer Umfrage*, von der Menü-Planung über das Einkaufen und das eigentliche Helfen in der Küche bis zum Decken und Abräumen des Tischs. Die Studie zeigt auch, dass die Berliner sich dabei die wenigsten Sorgen um das ganze Drumherum machen. Vielleicht ist das ja ein gutes Beispiel: Lassen wir uns nicht von Bedenken leiten, sondern lieber unsere Kinder an den Herd – Übung macht den Meister und gemeinsam kochen macht mehr Spaß!

DIE WICHTIGSTEN BEDENKEN VON ELTERN HINSICHTLICH IHRER KINDER

  • Sie sind zu klein zum Helfen

    29%

  • Sie haben zu viele eigene Dinge zu tun, um zu helfen

    27%

  • Ich habe Angst, dass sie sich verletzen

    19%

  • Das schafft einfach zu viel Chaos

    19%

  • Es dauert zu lange, wenn sie mithelfen

    16%

  • Es ist zu schwierig für sie, überall dranzukommen und alles richtig zu machen

    14%

  • Es ist zu viel Aufwand, sie mitmachen zu lassen

    13%

Frage: Was hält Sie am meisten davon ab, Ihr(e) Kind(er) unter der Woche in die Essenszubereitung mit einzubeziehen? Gezeigt werden die meistgenannten Antworten.

AKTIVITÄTEN VON KINDERN IM HAUSHALT RUND UMS ESSEN UNTER DER WOCHE

PLANEN

  • 36%

    Hilfe bei der Auswahl dessen, was wir alle essen (Frühstück, Mittag- oder Abendessen)

  • 27%

    Die Mahlzeiten planen und entscheiden, was gekauft werden soll

EINKAUFEN

  • 39%

    Einkaufen / ins Geschäft gehen

  • 40%

    Auspacken / Einkäufe zu Hause verstauen


ESSEN ZUBEREITEN

  • 30%

    Das Kochen vorbereiten (Zutaten, Töpfe & Pfannen etc. bereitstellen)

  • 35%

    Bei der Zubereitung helfen (schneiden, abmessen, waschen, umrühren etc.)

  • 45%

    Den Tisch decken / dekorieren

AUFRÄUMEN

  • 48%

    Den Tisch abräumen

  • 33%

    Das Geschirr spülen / die Spülmaschine einräumen

  • 30%

    Helfen beim Trennen des Abfalls

Unterschiedliche Küchen-Charaktere

Wie jede andere gemeinsame Aktivität bietet auch das Kochen mit anderen eine hervorragende Gelegenheit, unsere sozialen Kontakte zu pflegen – und dabei sogar uns selber besser kennen zu lernen. Ein Großteil der Stadtbewohner in unserer Umfrage* mag es sehr, Zeit in der Küche mit Freunden, Partnern oder den Kindern zu verbringen. 20% sagen sogar, dass dies eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist. Die Befragten aus Mumbai schätzen demzufolge das gemeinsame Kochen am meisten: Ein Drittel von ihnen gibt an, Zeit mit anderen am liebsten in der Küche zu verbringen. In Frankreich herrscht eine etwas andere Einstellung: Fast ein Drittel der Befragten aus Paris kocht am liebsten alleine und nutzt das Werkeln am Herd als kleine Auszeit für sich selbst.

52%GENIESSEN DAS KOCHEM MIT ANDEREN SEHR

Skala 0-10. 10: Genieße es sehr, 0: Genieße es überhaupt nicht. Gezeigt wird der Anteil der Antworten von 7-10.

  • 51%

    Stockholm

  • 56%

    New York

  • 45%

    London

  • 59%

    Mumbai


  • 43%

    Paris

  • 46%

    Berlin

  • 46%

    Moskau

  • 64%

    Shanghai

Frage: Wie sehr genießen Sie das Kochen zusammen mit anderen?

Gleichstellung in der Küche

In Stockholm, Shanghai und New York stehen Männer und Frauen mit einem selben Maß an Selbstvertrauen am Herd. Bei jungen New Yorkern (unter 30) fühlen sich die Herren im Schnitt sogar besser aufgestellt als die Damen. Dies könnte man als ein Zeichen wachsender Gleichberechtigung im Haushalt deuten, bei der Aufgaben aufgeteilt werden.

SELBSTVERTRAUEN IN DER KÜCHE BEI MÄNNERN UND FRAUEN

Skala 0-10. 10: Sehr viel Selbstvertrauen, 0: Überhaupt kein Selbstvertrauen. Gezeigt wird der Anteil der Antworten von 7-10.

Männer
Frauen
  • 73%

    73%

    Stockholm

  • 82%

    79%

    New York

  • 73%

    79%

    London

  • 74%

    89%

    Mumbai


  • 72%

    77%

    Paris

  • 80%

    87%

    Berlin

  • 75%

    88%

    Moskau

  • 78%

    80%

    Shanghai

Frage: Wie viel Selbstvertrauen haben Sie in Bezug auf das Kochen zu Hause?

Learning by doing

Beim gemeinsamen Kochen lernen wir von anderen und lernen sie gleichzeitig besser kennen. Positiv ist aber auch, dass wir zusammen nicht nur ein Ziel verwirklichen – eine gemeinsame Mahlzeit – sondern auch uns selbst. Und einer Studie der UCLA (University of California in Los Angeles) zufolge machen wir dabei aus einer Pflichtveranstaltung ein geselliges Beisammensein, das uns miteinander verbindet und auf dem wir bei späteren Gelegenheiten aufbauen können. Unsere Studie* zeigt aber auch, dass sich selbst Personen, die über ein starkes Selbstbewusstsein als Koch oder Köchin verfügen, etwas gestresst fühlen, wenn sie Dritte in ihre Küche lassen. Andere wiederum geben an, dass sie beim Kochen mit Freunden nicht nur diese, sondern auch sich selbst besser kennenlernen. Diese Erfahrung teilt zum Beispiel ein ganzes Drittel der Befragten in Mumbai. Lernen, in der Küche zusammenzuarbeiten, kann eine gute Möglichkeit sein, sich und andere besser kennenzulernen, zum Beispiel durch das gemeinsame Lösen von Problemen, meint die Ärztin, Beziehungsexpertin und Bestsellerautorin Margaret Paul und stellt fest, dass gemeinsames Kochen „das Talent zur Kommunikation fordert und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und dazu, Kompromisse zu schließen, verbessert.“ Und selbst wenn das Ergebnis der gemeinsamen kulinarischen Bemühungen am Ende nicht ganz so ist wie geplant (ist es das jemals?), gibt es doch etwas, das sich für uns alle als Gewinn erweist: In der gemeinsam in der Küche verbrachten Zeit lernen wir viel über uns selbst und andere.

16%Ich habe etwas Neues über mich selbst erfahren, das beim Kochen mit anderen besonders zum Tragen kam.

  • 11%

    Stockholm

  • 18%

    New York

  • 15%

    London

  • 32%

    Mumbai


  • 10%

    Paris

  • 9%

    Berlin

  • 12%

    Moskau

  • 17%

    Shanghai

Frage: Wenn Sie daran denken, mit anderen gemeinsam zu kochen, welche der folgenden Aussagen beschreibt, wie das für Sie ist?

„GEMEINSAM MIT ANDEREN ZU KOCHEN, KANN OFT SEHR STRESSIG SEIN.“

Personen mit viel Selbstvertrauen in der Küche
Personen mit wenig Selbstvertrauen in der Küche
  • 14%

    3%

    Stockholm

  • 17%

    6%

    New York

  • 19%

    11%

    London

  • 15%

    8%

    Mumbai


  • 11%

    8%

    Paris

  • 16%

    8%

    Berlin

  • 8%

    15%

    Moskau

  • 4%

    2%

    Shanghai

Frage: Wenn Sie daran denken, mit anderengemeinsam zu kochen, welche der folgendenAussagen beschreibt, wie das für Sie ist?Selbstvertrauen beim Kochen Skala von 0-10. 10: Sehr großes Selbstvertrauen. 0:Überhaupt kein Selbstvertrauen. Am meistenSelbstvertrauen =7-10, Am wenigstenSelbstvertrauen=0-3

52%

finden es ärgerlich, wenn andere beim gemeinsamen Essen Mobilfunkgeräte benutzen.

Vom Teller ins Netz: Ablenkung oder Anregung?

Für viele von uns sind Smartphones und soziale Netzwerke zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden – selbst, wenn es um Themen wie Lebensmittel und Essen geht. Wir lieben es, unsere Rezepte und Gourmet-Erlebnisse über soziale Netzwerke mit anderen zu teilen. Auch wenn längst nicht jeder seine Erfahrungen online stellt oder postet, hat das Forschungsinstitut Hartman Group herausgefunden, dass weit mehr Menschen verfolgen, was andere in Blogs und sozialen Medien veröffentlichen, als selbst Inhalte online zu stellen. Unserer eigenen Studie* zufolge haben bereits mehr als 60% der Befragten online nach Anregungen fürs Essen oder Kochen gesucht, z. B. Fotos eines ganz normalen Frühstücks, neue exotische Rezepte oder Videos mit Promiköchen auf Youtube. Das heißt, dass das tolle Frühstücksfoto, das jemand heute früh getweetet hat, ganz schnell jemandem anders als Anregung für sein morgiges Frühstück dienen kann.

Auch wenn das Smartphone dadurch zu einem Mittel wird, andere zu inspirieren oder sogar zum Essen einzuladen, sind manche Menschen auch der Meinung, dass diese Geräte bei Tisch nichts zu suchen haben, weil sie dem traditionellen Tischgespräch im Wege stehen. Unsere Studie* zeigt, dass drei Viertel aller Berliner es nicht mögen, wenn andere beim gemeinsamen Essen soziale Netzwerke nutzen, und zehn Prozent der Berliner verbieten es während der Mahlzeiten schlichtweg. Alles in allem wäre ein Drittel der Befragten in den Metropolen, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, dafür, Smartphones und soziale Netzwerke beim gemeinsamen Essen nicht zu erlauben.

6 von 10

Personen suchen
in sozialen Netzwerken nach Infos zum Thema Essen

3 von 10

Personen posten
etwas zum Thema Essen in den sozialen Netzwerken

3 von 10

Frage: Welche der folgenden Aktivitäten haben Sie bereits einmal ausgeführt?Recherche: Suche nach Rezepten, Fotos von Speisen zur Anregung, Koch-Videos angesehen etc. Selbst online stellen: Rezepte oder Fotos von Gerichten posten, über das Thema Essen bloggen etc.

Zusammen is(s)t man weniger allein

Essen verbindet – über Kontinente, Kulturen und Generationen hinweg. Aber das Thema „Essen“ in sozialen Netzwerken verbindet uns nicht nur mit Menschen in weit entfernten Ländern. Mehr als alles andere erlaubt es uns, Momente rund ums Essen mit Freunden und Verwandten zu teilen. Am häufigsten werden soziale Netzwerke in den Städten tatsächlich für die Interaktion mit Freunden oder der Familie beim Essen genutzt – sei es durch Chatten, die Kommunikation per SMS oder das Hochladen eines Fotos von unserem Teller, ganz egal was gerade drauf ist. Und für die vielen Menschen, die in einem städtischen Umfeld alleine leben, kann das bedeuten, dass das Alleine-Essen ein bisschen weniger einsam ist. Deshalb sollten wir soziale Netzwerke vielleicht doch weniger als etwas bei Tisch Störendes betrachten, sondern sie als das sehen, was sie auch bieten können: Eine andere Art der Gemeinsamkeit bei Tisch.

1 von 4

jungen Menschen (18-29), die alleine leben, halten soziale Netzwerke für eine gute Möglichkeit, beim Essen weniger alleine zu sein

Frage: Denken Sie einmal daran, wie oft Sie ein Smartphone oder ein anderes Mobilfunkgerät bei Mahlzeiten nutzen, die Sie zu Hause einnehmen. Welche der folgenden Aussagen trifft für Sie zu?

Der report

Dies ist der zweite Teil der Reihe unserer IKEA „Life at Home”-Reports, in denen wir zeigen, wie Menschen in aller Welt zu Hause leben. Dieses Mal haben wir uns genauer angeschaut, wie die Menschen in den eigenen vier Wänden kochen und essen. Der Bericht beruht auf vorhandenem Material von IKEA, anderen bereits veröffentlichten Studien sowie auf einer neuen Studie, in der wir die Koch- und Essgewohnheiten sowie die Ansichten und Wünsche von Menschen aus der ganzen Welt erforscht haben – vom Ziehen von Gemüse und Kräutern über die Vorratshaltung, das Kochen und Essen sowie die sozialen Kontakte rund ums Essen.

Und weil wir von IKEA auch unsere Kunden nach ihrem Leben, ihren Vorstellungen und ihren Wünschen fragen und ihnen zuhören, kommt so eine ganze Menge an Einblicken, Erfahrungen und Wissen zusammen. Mit dem „Life at Home”-Report möchten wir diese Einblicke mit anderen teilen, um mehr Interesse dafür zu wecken, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bewusster zu machen und Diskussionen anzustoßen. Und wir möchten damit auch dazu beitragen, jedem den Alltag vielleicht noch etwas angenehmer gestalten zu können.

Der IKEA „Life At Home”-Report besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil präsentieren wir die Einsichten, die aus unserer neuen Studie sowie bereits vorhandenem Material von IKEA resultieren, ergänzt durch weitere Forschungsergebnisse aus Quellen, die von renommierten Experten und Meinungsbildnern vieler verschiedener Fachrichtungen veröffentlicht wurden. Zudem haben wir acht verschiedene Haushalte in den acht Städten besucht, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, und zeigen hier Fotografien aus diesen Wohnungen, um eine bessere Vorstellung davon zu vermitteln, wie der Alltag in den Küchen und Esszimmern in diesen Ländern so aussieht. Im zweiten Teil bieten wir mit dem Data Mixing Board die Möglichkeit, über ein interaktives Tool selbst interessante Zusammenhänge rund um das Thema Essen und Kochen herauszufinden – mit Hilfe unserer ursprünglichen Umfrageergebnisse, die in dieser Datenbank gespeichert sind.

Die Daten wurden in zwei Schritten eingesammelt. Zuerst befragten wir 8. 527 Menschen in Berlin, London, Moskau, Mumbai, New York, Paris, Shanghai und Stockholm nach ihren täglichen Gedanken und Gewohnheiten in und um die Küche. Die Daten aus diesen acht Städten wurden zwischen dem 5. und 17. März eingesammelt, und wurden im Bericht zu Erkenntnissen zusammengefasst. Zwischen dem 13. April und dem 12. Mai führten wir unsere Umfrage in drei weiteren Städten durch: Kopenhagen, Zürich und Sydney. Im Juli 2015 wurden die Daten von den drei neuen Städten im Mixing Board umgesetzt. Insgesamt wurden 11.729 Antworten eingesammelt. Die Befragten sind gleichmäßig zwischen den Städten verteilt.

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